Auflassungsvormerkung: Was Sie über Grundbucheintragungen beim Immobilienkauf wissen müssen
Beim Kauf einer Immobilie ist die Auflassungsvormerkung, eine rechtliche Sicherung im Grundbuch, die den künftigen Eigentümer vor Verlust des Kaufvertrags schützt. Auch bekannt als Vormerkung, ist sie kein Bonus, sondern eine absolute Notwendigkeit – besonders wenn der Kaufpreis noch nicht voll bezahlt ist. Ohne sie könnte der Verkäufer die Immobilie noch einmal verkaufen, ein zweiter Kreditnehmer könnte eine Grundschuld eintragen lassen, oder ein Gläubiger könnte die Wohnung pfänden. Sie ist der Schutzschild zwischen Unterschrift und Eintragung im Grundbuch.
Diese Vormerkung wird vom Notar, der rechtlich verpflichtet ist, die Interessen beider Parteien zu wahren und die Eintragung zu beantragen beim Grundbuchamt eingetragen, sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist. Sie sichert nicht den Besitz, aber das Recht, den Besitz zu erwerben. Solange die Vormerkung im Grundbuch steht, kann niemand anderes ein Recht an der Immobilie anmelden – nicht mal der Verkäufer selbst. Das ist der Unterschied zur Grundschuld, einer Belastung, die der Käufer als Sicherheit für den Kredit einträgt. Die Grundschuld ist eine Forderungssicherung, die Auflassungsvormerkung ist ein Kaufrechtsschutz. Sie sind zwei verschiedene Dinge – und beide sind wichtig, aber nur die Vormerkung schützt dich vor dem Verlust der Immobilie.
Die Vormerkung bleibt bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises und der Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch aktiv. Danach wird sie automatisch gelöscht. Kein Käufer sollte ohne sie unterschreiben – egal ob es sich um ein Einfamilienhaus, eine Wohnung oder ein Grundstück handelt. Selbst wenn der Verkäufer vertrauenswürdig erscheint: Rechtliche Sicherheit hat nichts mit Vertrauen zu tun, sondern mit Dokumenten. Und in Deutschland ist das Grundbuch das einzige verlässliche System, das dir wirklich Schutz bietet.
In den Beiträgen unten finden Sie praktische Anleitungen, die genau diese Themen berühren: Wie prüfen Sie den Grundbuchauszug richtig? Was bedeutet eine zweite Grundschuld? Wie funktioniert die Notarkostenberechnung? Warum ist die Eintragung im Grundbuch so entscheidend? Sie finden Tipps zur Vertragsprüfung, zur Abwehr von Zwangsverwaltung, zur Planung von Sanierungen und zur Vermeidung von Kostenfallen – alles Themen, die eng mit der Auflassungsvormerkung verbunden sind. Denn wer eine Immobilie kauft, muss nicht nur wissen, wie viel er zahlt – sondern auch, wie sicher er steht.
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