Betriebskostenabrechnung: Was Mieter wirklich zahlen müssen und wie sie Fehler erkennen
Die Betriebskostenabrechnung, die jährliche Aufstellung der Nebenkosten, die Mieter neben der Miete tragen. Auch bekannt als Nebenkostenabrechnung, ist sie ein rechtlich verbindliches Dokument, das Mieter und Vermieter verpflichtet – und oft für Streit sorgt. Jeder, der in einer Wohnung lebt, bekommt sie irgendwann – doch nur wenige verstehen, was wirklich drinstehet.
Du zahlst nicht für alles, was der Vermieter behauptet. Heizkosten, einer der größten Posten in der Abrechnung dürfen nur nach Verbrauch umgelegt werden, wenn die Wohnung mit Wärmemessern ausgestattet ist. Nebenkosten, die zu den zulässigen Posten gehören sind: Grundsteuer, Hausreinigung, Müllabfuhr, Gartenpflege, Wasserverbrauch, Aufzug, Hausmeister und Versicherungen – aber nur, wenn sie im Mietvertrag stehen. Alles andere ist unzulässig. Wer dir für die Reparatur einer defekten Heizung oder den neuen Treppenhausbelag eine Abrechnung schickt, macht sich strafbar.
Die Wohnungsabrechnung, die du als Mieter erhältst muss klar, nachvollziehbar und fristgerecht sein. Sie muss den Abrechnungszeitraum nennen, die Gesamtkosten aufführen, deine Anteile berechnen und alle Belege bereitstellen – oder du kannst sie zurückweisen. Viele Vermieter nutzen Unwissenheit aus. Ein falsch berechneter Heizkostenanteil kann dir 300 Euro im Jahr kosten. Ein versteckter Aufzugservice, den du gar nicht nutzt, ist ein weiterer häufiger Fehler. Du hast drei Jahre Zeit, um Einsprüche einzulegen – aber warum warten? Prüfe die Zahlen, vergleiche mit deinem Verbrauch, frage nach Belegen. Wenn du keine Kopie der Grundsteuerbescheide oder der Versicherungsverträge bekommst, ist die Abrechnung ungültig.
Die Betriebskostenabrechnung ist kein Geschenk des Vermieters – sie ist dein Recht. Und wenn du sie richtig liest, sparst du Geld, vermeidest Streit und stärkst deine Position als Mieter. Unter den folgenden Artikeln findest du konkrete Beispiele, wie andere ihre Abrechnungen prüften, wo die häufigsten Fehler stecken und wie du deine eigene Prüfung startest – ohne Anwalt, ohne Stress, mit klaren Schritten.
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