Mietpreisbremse: Was sie wirklich bedeutet und wie sie deine Mietkosten beeinflusst
Die Mietpreisbremse, ein rechtliches Instrument zur Begrenzung von Mietsteigerungen in angespannten Wohnungsmärkten. Also known as Mietpreisbegrenzung, ist sie kein allgemeiner Mietdeckel, sondern ein gezielter Schutz für Mieter in Regionen mit hohem Nachfrageüberschuss. Sie greift nur, wenn eine Wohnung neu vermietet wird – und nur dann, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschritten wird. Viele Mieter glauben, sie gelte für alle Mietverträge. Das ist ein Irrtum. Sie schützt nur neue Mieter, nicht bestehende.
Was ist die ortsübliche Vergleichsmiete, der durchschnittliche Mietpreis für vergleichbare Wohnungen in derselben Lage und Ausstattung? Sie wird von Mietspiegeln ermittelt, die Kommunen oder Wohnungsverbände veröffentlichen. Doch nicht jede Stadt hat einen aktuellen Mietspiegel. Und wenn ja – ist er oft veraltet. Ein Mietspiegel aus 2020 kann heute schon nicht mehr stimmen, besonders in Städten mit starkem Zuzug. Wer eine Wohnung neu mietet, muss also prüfen: Ist die angebotene Miete wirklich unter 10 % über der durchschnittlichen Vergleichsmiete? Und hat der Vermieter die Wohnung vorher sechs Monate nicht vermietet? Dann gilt die Mietpreisbremse nicht.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Modernisierung, die Mieterhöhung durch energetische oder bauliche Verbesserungen kann die Mietpreisbremse umgehen. Wenn der Vermieter eine Sanierung durchführt, darf er bis zu 11 % der Kosten auf die Miete umlegen – unabhängig von der Mietpreisbremse. Das ist legal, aber oft unklar für Mieter. Viele unterschreiben ohne zu prüfen, ob die Sanierung tatsächlich stattgefunden hat und ob die Kostenangaben stimmen. Ein Gutachten oder eine Rechnung ist hier entscheidend.
Die Mietpreisbremse ist kein Wundermittel. Sie hilft nicht, wenn die Wohnung schon teuer ist, wenn der Mietspiegel nicht aktuell ist oder wenn der Vermieter mit Modernisierung argumentiert. Aber sie gibt dir ein Recht: Das Recht, nachzufragen. Du darfst den Vermieter bitten, den Mietspiegel vorzulegen. Du darfst prüfen, ob die Wohnung wirklich vergleichbar ist. Und du darfst dich an die Mieterberatung wenden – oft kostenlos und unabhängig.
In den letzten Jahren haben wir gesehen, wie viele Mieter in Berlin, München oder Köln von dieser Regelung profitiert haben – aber auch, wie viele sie gar nicht kennen. Deshalb haben wir hier die wichtigsten Artikel gesammelt: von der Prüfung der Mietsteigerung über die Auswirkungen von Sanierungen bis hin zu den Fehlern, die Vermieter oft machen. Du findest konkrete Beispiele, Kostenübersichten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie du deine Rechte durchsetzt – ohne Anwalt, ohne Stress, mit klaren Fakten.
Staffelmiete und Indexmiete in Wohnimmobilien: So funktionieren beide Modelle und was sie für Mieter und Vermieter bedeuten
Staffelmiete und Indexmiete sind zwei gängige Modelle zur Mieterhöhung in Wohnimmobilien. Erfahre, wie sie funktionieren, welche Vor- und Nachteile sie haben und welches Modell für dich das richtige ist - mit klaren Beispielen und rechtlichen Hinweisen.