Wasserdruck niedrig: Was tun bei niedrigem Druck in der Hausinstallation?
Wenn der Duschedruck nur noch tröpfelt oder der Wasserhahn kaum noch fließt, ist Wasserdruck niedrig, der Druck im Hauswassersystem, der für eine funktionierende Versorgung mit Warm- und Kaltwasser sorgt. Auch bekannt als Druckverlust, ist das kein seltenes Problem – besonders in älteren Gebäuden oder nach Sanierungen. Es ist kein Zeichen dafür, dass deine Wasserrechnung zu hoch ist, sondern dass etwas in der Leitung, dem Druckminderer oder der Zuleitung nicht mehr stimmt.
Du musst nicht sofort einen Handwerker rufen. Zuerst prüfe, ob der Wassersystem, die Gesamtheit aller Rohre, Ventile, Pumpen und Druckregler, die Wasser in dein Haus bringen nur lokal betroffen ist. Funktioniert der Druck in der Küche, aber nicht im Bad? Dann liegt es meist an einem verstopften Durchlauferhitzer, einem verschlossenen Absperrhahn oder einem defekten Mischbatterie-Kartusche. Ist der Druck aber in ganz der Wohnung schwach, dann könnte der Druckminderer, ein Gerät, das den Eingangsdruck aus der Hauptleitung auf einen sicheren Hauswert reduziert verstopft oder defekt sein. Viele Hausbesitzer ignorieren diesen kleinen Kasten am Hauptwasseranschluss – dabei ist er oft die Ursache. Ein Blick darauf lohnt sich: Ist er verrostet? Läuft er nach dem Drehen noch? Ein einfacher Test: Schalte alle Wasserhähne aus, öffne dann einen im Keller – wenn das Wasser dann wieder stärker fließt, ist der Druckminderer der Täter.
Was du nicht tun solltest: Den Druck mit einem zusätzlichen Pumpenmodul einfach hochdrehen. Das kann Rohre, Armaturen oder sogar den Warmwasserboiler beschädigen. Auch ein zu hoher Druck führt zu Leckagen – und die sind teurer als ein reparierter Druckminderer. In Neubauten oder nach umfassenden Sanierungen ist ein Druck von 3 bis 4 bar ideal. Unter 1,5 bar ist es wirklich zu niedrig. Wenn du selbst nichts finden kannst, frag einen Fachmann – aber nicht irgendeinen. Suche jemanden, der mit Wasserdruck und Hausinstallationen vertraut ist, nicht nur mit Heizungen oder Elektrik.
Was du in den Beiträgen hier findest, sind keine allgemeinen Ratschläge, sondern konkrete Lösungen aus der Praxis: Wie du einen Druckminderer prüfst, welche Rohrmaterialien bei niedrigem Druck Probleme machen, warum alte Kupferleitungen oft die Ursache sind, und wie du mit einfachen Mitteln den Druck vorübergehend stabilisierst – bis der Handwerker kommt. Keine Theorie. Nur das, was wirklich funktioniert.
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