Restschuld: Was sie ist, warum sie wichtig ist und wie du sie richtig verstehst
Wenn du eine Immobilie kaufst, ist die Restschuld, der verbleibende Kreditbetrag, den du nach einer Teilzahlung oder nach einer Umschuldung noch zurückzahlen musst. Auch bekannt als offener Kreditbetrag, ist sie kein abstraktes Finanzkonzept – sie ist dein aktueller Schuldenstand, der deine Monatskosten, deine Kreditwürdigkeit und deine Zukunft bestimmt. Viele denken, sobald die erste Hypothek abbezahlt ist, ist alles erledigt. Doch oft bleibt eine Restschuld bestehen – weil du eine zweite Grundschuld aufgenommen hast, weil du die Tilgung zu niedrig angesetzt hast, oder weil du nach der Modernisierung noch mehr Geld brauchtest. Diese Restschuld wird nicht einfach verschwinden. Sie bleibt im Grundbuch, sie zahlt Zinsen, und sie kann dich daran hindern, später noch einmal zu finanzieren – etwa für eine Renovierung, eine Umschuldung oder sogar einen neuen Kredit für dein Auto.
Die Grundschuld, ein dingliches Recht, das eine Immobilie als Sicherheit für einen Kredit belastet. Auch bekannt als Sicherungshypothek, ist sie der rechtliche Rahmen, in dem die Restschuld existiert. Ohne Grundschuld gibt es keine sichere Absicherung für die Bank – und ohne Bank kein Kredit. Doch viele vergessen: Eine Grundschuld kann mehrere Kredite tragen. Eine erste Grundschuld für den Hauptkredit, eine zweite für die Sanierung – und plötzlich hast du zwei Restschulden, die beide laufen, beide Zinsen verlangen, und beide deine Belastungsgrenze bestimmen. Das ist kein theoretisches Szenario. In 2025 steigt die Zahl der Hausbesitzer mit zwei oder mehr Grundschulden deutlich, besonders bei älteren Immobilien, die nachträglich modernisiert wurden. Und dann gibt es noch das Nachrangdarlehen, einen Kredit, der nach der ersten Hypothek abgesichert ist und daher höhere Zinsen hat, aber oft schneller bewilligt wird. Auch bekannt als zweite Finanzierung, wird es oft genutzt, wenn die Bank die erste Grundschuld nicht mehr erhöhen will – etwa weil die Beleihungsgrenze von 80 % erreicht ist. Doch ein Nachrangdarlehen ist kein billiger Kredit. Es ist eine Restschuld mit hohen Kosten, die du oft jahrelang trägst, ohne es richtig zu merken, weil es nicht in der monatlichen Rate sichtbar ist.
Was du hier findest, sind keine abstrakten Erklärungen. Das sind echte Fälle, die andere gemacht haben: Wer seine Restschuld unterschätzt hat und plötzlich nicht mehr weiterfinanzieren konnte. Wer dachte, er könne mit einer zweiten Grundschuld sparen – und dann doppelt so viel Zinsen gezahlt hat. Wer wusste, dass er eine Restschuld hat, aber nicht wusste, wie er sie abbauen kann, ohne seine Raten zu erhöhen. Hier geht es nicht um Theorie. Es geht darum, dass du deine Zahlen verstehst – nicht nur die, die dir die Bank zeigt, sondern die, die wirklich zählen. Du findest konkrete Beispiele, wie Restschulden entstehen, wie sie sich verstecken und wie du sie endlich in den Griff bekommst.
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