Bleirohre austauschen: Was Sie wirklich wissen müssen

Wenn Sie in einem Haus aus den 50er bis 70er Jahren wohnen, könnten Ihre Wasserleitungen aus Bleirohren, Metallrohre, die früher häufig für Trinkwasserleitungen verwendet wurden und heute als gesundheitliches Risiko gelten. Auch bekannt als Bleileitungen, sind sie in vielen deutschen Altbauten noch immer verbaut – und das, obwohl sie giftiges Blei ins Trinkwasser abgeben können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagt klar: Es gibt keine sichere Grenze für Blei im Trinkwasser. Selbst kleine Mengen können bei Kindern die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und bei Erwachsenen den Blutdruck erhöhen. Das ist kein theoretisches Problem – in Wien und München wurden in den letzten Jahren Hausbesitzer mit Bleirohren in der Leitung gezwungen, diese zu ersetzen. Und das nicht wegen einer neuen Mode, sondern weil die Gesetze nachziehen: Die Trinkwasserverordnung verbietet seit 2013 den Einbau, und seit 2020 muss jeder, der sein Haus veräußert, Bleileitungen nachweisen – oder austauschen.

Bleirohre sind nicht einfach nur alt. Sie sind brüchig, korrodieren mit der Zeit und setzen sich mit Kalk und Schmutz zu. Das macht sie nicht nur unsicher, sondern auch ineffizient. Ein verstopftes Bleirohr kann plötzlich lecken – und dann kommt nicht nur Wasser, sondern auch Schimmel und teure Reparaturen. Wer seine Leitungen nicht austauscht, riskiert nicht nur die Gesundheit seiner Familie, sondern auch den Wert seiner Immobilie. Käufer fragen heute nach Sanitärzustand – und Bleirohre sind ein rotes Licht. Ein Austausch ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, die sich langfristig auszahlt. Es gibt keine halben Lösungen: Eine einfache Reinigung oder ein Filter hilft nicht. Nur der vollständige Austausch der Leitungen bringt echte Sicherheit.

Was viele nicht wissen: Der Austausch ist oft einfacher als gedacht. Heute werden Kupferrohre oder Kunststoffleitungen (PEX) verwendet – beide sind langlebig, leicht zu verlegen und sicher. In vielen Fällen kann der Austausch ohne große Baustelle erfolgen, besonders wenn die Leitungen in Decken oder Wänden liegen. Ein guter Installateur arbeitet gezielt und vermeidet unnötige Schäden. Und wichtig: In Deutschland gibt es Förderungen für den Austausch von Bleirohren – etwa über die KfW oder lokale Kommunen. Das senkt die Kosten erheblich. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Leitungen Blei enthalten: Lassen Sie das Wasser testen. Ein einfacher Test kostet unter 50 Euro und gibt Ihnen Klarheit – bevor Sie teure Entscheidungen treffen.

Unten finden Sie Artikel, die genau diese Themen behandeln: von der Erkennung von Bleirohren über die Kosten eines Austauschs bis hin zu rechtlichen Hintergründen und Sanierungsstrategien. Es geht nicht um Theorie – es geht um Ihre Gesundheit, Ihre Wohnung und Ihre Zukunft.

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