altersgerechte Beleuchtung: Licht für mehr Sicherheit und Wohlbefinden im Alter
Wenn das Sehen nachlässt, wird altersgerechte Beleuchtung, Lichtkonzepte, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Auch bekannt als Barrierefreiheit im Licht, ist sie kein Luxus – sie ist eine Notwendigkeit. Im Alter braucht das Auge bis zu drei Mal mehr Licht, um dieselbe Aufgabe zu bewältigen wie mit 20. Eine schlecht ausgeleuchtete Treppe, ein dunkler Küchentisch oder eine versteckte Steckdose können zu Stürzen führen – und das ist kein kleines Risiko. Jedes Jahr gibt es in Deutschland über 100.000 Stürze im Haushalt bei Menschen über 65. Die meisten passieren dort, wo das Licht nicht mitkommt.
Barrierefreiheit, die Gestaltung von Räumen, die für alle Altersgruppen und körperlichen Fähigkeiten nutzbar ist. Auch bekannt als zugängliches Wohnen, beginnt nicht mit Rampen oder Handläufen – sie beginnt mit Licht. Eine altersgerechte Beleuchtung vermeidet Schatten, blendet nicht und verteilt das Licht gleichmäßig. Das bedeutet: keine dunklen Ecken im Badezimmer, keine blendenden Spots über dem Spiegel, keine schwachen Lampen am Bett. Es geht um Kontraste – ein heller Boden neben einer dunklen Tür, eine helle Kante an der Treppenstufe. Das hilft dem Gehirn, Hindernisse zu erkennen, auch wenn die Augen nicht mehr so scharf sehen. Und das ist kein Geheimnis: Die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie empfiehlt seit Jahren, dass Wohnräume ab 65 Jahren mindestens 300 Lux Beleuchtungsstärke haben – das ist doppelt so viel wie in einem typischen Wohnzimmer mit normaler Deckenlampe.
Lichtplanung, die gezielte Auswahl und Anordnung von Leuchten, um Funktion, Sicherheit und Komfort zu optimieren. Auch bekannt als Lichtgestaltung, ist kein Job für den Elektriker, der nur eine neue Deckenlampe montiert. Es geht darum, wo Licht hingehört – an den Waschbecken, neben dem Sessel, über dem Küchentisch, im Flur zwischen Schlafzimmer und Bad. LED-Leuchten mit warmem Weiß (2700–3000 K) sind ideal, weil sie das Auge nicht anstrengen. Und sie sollten dimmbar sein, damit man das Licht an die Tageszeit anpasst. Ein Nachttischlampen mit Berührungsschalter ist besser als ein Lichtschalter an der Wand, den man im Dunkeln nicht findet. Auch Sehbehinderung, eine eingeschränkte Sehfähigkeit, die oft mit dem Alter einhergeht und durch schlechtes Licht verschlimmert wird. Auch bekannt als Alterssichtigkeit, ist kein Grund, auf Komfort zu verzichten – sie ist ein Signal, dass die Umgebung angepasst werden muss. Kein Mensch muss im Dunkeln nach dem Lichtschalter tasten. Kein Mensch muss sich mit einer Taschenlampe durchs Haus kämpfen, nur weil die Deckenlampe nicht weit genug leuchtet.
Die Lösungen sind einfach, aber oft übersehen: Bewegungsmelder im Flur, Lichtbänder unter Schränken, Leuchten mit hoher Lichtausbeute, keine Glühbirnen mehr, die nur 40 Watt liefern. Und vor allem: Licht, das nicht nur an ist – sondern da ist, wo es gebraucht wird. In den Posts unten finden Sie konkrete Beispiele: Wie man schwellenlose Übergänge mit Licht betont, wie man Küchen so beleuchtet, dass man die Teller wirklich sieht, oder wie man Badezimmer so gestaltet, dass man sich nicht mehr fürchtet, allein zu duschen. Es geht nicht um Design-Showcases. Es geht darum, dass jemand mit 70 noch sicher durch sein Zuhause kommt – ohne Angst, ohne Hilfe, ohne Sturz.
Beleuchtung für bessere Sichtbarkeit im Wohnbereich: So wird Ihr Zuhause sicherer und gesünder
Eine gut geplante Beleuchtung im Wohnbereich erhöht die Sicherheit, verbessert die Sichtbarkeit und fördert das Wohlbefinden - besonders für ältere Menschen. Erfahren Sie, wie dynamisches Licht, Tagesnutzung und richtige Leuchten Ihre Wohnung sicherer machen.